NATO-Symbol vor dem NATO-Hauptquartier in Brüssel
© Bundeswehr/Andrea Bienert
KategorieMeldung

Das neue NATONorth Atlantic Treaty Organization-Hauptquartier

Das NATONorth Atlantic Treaty Organization-Meeting der Staats- und Regierungschefs am 25. Mai wird im neuen Hauptquartier des Bündnisses stattfinden. Der futuristische Neubau steht in unmittelbarer Nähe des alten Hauptquartiers im Nordosten von Brüssel. Baubeginn war im Oktober 2010, mit der Fertigstellung und dem Umzug wird noch in diesem Jahr gerechnet.

Die NATONorth Atlantic Treaty Organization-Staaten entschieden schon 1999 beim Gipfeltreffen in Washington, dass ein neues Hauptquartier das bisherige ersetzen soll. Dieses wird seit 1967 von den Partnern genutzt und war nur als vorübergehende Lösung gedacht. Es entspricht nicht mehr den Bedürfnissen der NATONorth Atlantic Treaty Organization, ist überbelegt und die Instandhaltung kostspielig. Seit 1967 haben sich die Mitgliedstaaten fast verdoppelt, von 15 auf 28. Ein Großteil der Partnernationen eröffnete zudem ihre diplomatischen Vertretungen im NATONorth Atlantic Treaty Organization-Hauptquartier. 2001 wurde ein internationaler Designwettbewerb für das neue Gebäude des Hauptquartiers ausgeschrieben. Die Bauarbeiten begannen im Oktober 2010.

Gebäude mit Zukunft

Das neue Gelände beherbergt ein hochsicheres Rechenzentrum und auf rund 245.000 Quadratmetern Büroflächen, ein Konferenzzentrum und Erholungsflächen wie Restaurants sowie Sport- und Freizeitanlagen. Das neue Hauptquartier kann 4.000 Mitarbeiter und Diplomaten unterbringen. Es wird allen Bündnispartnern ausreichend Platz bieten, auch falls dieser Bedarf noch steigt. Design und Ausstattung ermöglichen eine den Bedürfnissen der NATONorth Atlantic Treaty Organization angepasste Nutzung. Das Gebäude zeichnet sich unter anderem durch flexible  Bürogrundrisse und eine innovative Energiespartechnik aus, um die Wirtschaftlichkeit und Lebensdauer zu erhöhen.

Nachhaltig und umweltbewusst

Der Energieverbrauch des neuen Hauptquartiers ist gering dank Wärmeisolierung, einem wirksamen Sonnenschutz der Verglasung und geringer Wärmeträgheit. Dazu tragen auch die Nutzung von Geothermie und Solarenergie, Kraft-Wärme-Kopplung sowie intelligenten Beleuchtungssystemen bei. Das neue Gebäude minimiert die Umweltbelastung zudem durch recycelte Materialen, begrünte Dächer und eine effektive Wasserbewirtschaftung. Durch moderne Videokonferenzsysteme im neuen Hauptquartier müssen die Mitarbeiter schließlich auch weniger reisen und reduzieren so die CO2Kohlendioxid-Bilanz.

Internationale Ausschreibung

Das Architekturbüro Skidmore, Owings & Merrill LLP und die Architektenvereinigung ASSARArchitektenvereinigung ASSAR Architects Architects gewannen 2003 den internationalen Wettbewerb für das neue NATONorth Atlantic Treaty Organization-Hauptquartier. SOMSkidmore, Owings & Merrill LLP aus Chicago ist eines der größten Architekturbüros der Welt. Bekannte Gebäude, die ebenfalls von SOMSkidmore, Owings & Merrill LLP geplant wurden, sind das Burj Khalifa in Dubai, das One World Trade Center in New York City und der Jin Mao Tower in Shanghai. ASSARArchitektenvereinigung ASSAR Architects gehört zu den großen belgischen Agenturen. Der Architektenvereinigung mit Sitz in Brüssel gehören über 100 Mitglieder an.

Architektur symbolisiert Einheit

Das Design des neuen Hauptquartiers erinnert an Finger, die ineinander greifen und eine Einheit bilden. Dies soll Einigung und Zusammenschluss der NATONorth Atlantic Treaty Organization symbolisieren. Das Gebäude gewährt zum einen jedem Mitgliedstaat eigene Bereiche, zum anderen bietet es Gemeinschaftsräume, in denen die Vertreter zusammen kommen können. Die Büros und die gemeinsam genutzten Flächen bringen alle 28 Mitgliedsländer zusammen. Die Kosten des neuen Hauptquartiers sind transparent. Die Baukosten belaufen sich auf rund 750 Millionen Euro und die Gesamtkosten werden auf 1,1 Milliarden Euro beziffert. Das Projekt verläuft unter strenger Kontrolle der NATONorth Atlantic Treaty Organization-Mitgliedstaaten, die es auch finanzieren.

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